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Vorgehensweise bei der Planung einer Solarstrom-Anlage und diverse FAQs

 

 

So unkompliziert kommen zu Ihrer eigenen Photovoltaik-Anlage:

 

Voraussetzung für die Realisierung einer Photovoltaik-Anlage ist ein geeignetes Dach, eine Fassade oder eine Freifläche. Wichtig ist, dass der Aufstellungsort möglichst frei ist von Störflächen wie Dachfenster etc. oder Verschattungen durch Bäume, Gebäude etc. Ein Schrägdach sollte im optimalsten Fall nach Süden ausgerichtet sein und einen Neigungswinkel zwischen 25° und 35° aufweisen. Aber auch Ost-/West-Dächer sind dank der fortschreitenden Technik überhaupt kein Problem mehr und äusserst lukrativ.

 

 

1. Angebot:  Gerne erstellen wir Ihnen ein kostenloses, unverbindliches Angebot, nachdem wir die notwendigen Maße wie Dachgröße und -neigung sowie Himmelsausrichtung aufgenommen haben. Anlagenplanung ist eine Lösung nach Mass, denn keine Anlage gleicht der anderen, da sie von standortspezifischen und auch wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig ist. Mit speziellen Photovoltaik-Programmen berechnen wir bereits vorab, welche Sonneneinstrahlung an Ihrem Standort herrscht, welche Anlagengrösse für Sie sinnvoll ist und wann sich Ihre Anlage amortisieren wird (in der Regel nach 10 bis 12 Jahren). Ziel ist eine kundenspezifische Anlage mit maximalem Wirkungsgrad und maximalem Ertrag. Einige Übersichtstabellen finden Sie hier: http://sun-nomad.com/grafiken.html

 

 

Wirtschaftlichkeitsberechnung: Wenn die Höhe der Investitionskosten, der Zinssatz, Ihr persönlicher Steuersatz, die Anteile Eigenkapital/Fremdkapital feststehen erstellen wir Ihnen gerne nach Auftragseingang eine vollständige Wirtschaftlichkeitsberechnung.

 

 

2. Gespräch mit Ihrem Steuerberater: Für viele Betreiber von Photovoltaik-Anlagen gibt es lukrative Abschreibungsmöglichkeiten mit positiven Auswirkungen auf die Einkommenssteuer. Sprechen Sie mit Ihrem Steuerberater. Weitere Informationen finden Sie hier:  http://sun-nomad.com/einspeiseverguetung.html

 

 

3. Finanzierung: Nur wenige zukünftige Betreiber können die Anlage komplett aus eigener Tasche  bezahlen. Wir empfehlen die Nutzung der Fördermaßnahmen der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau). Für private Betreiber gibt es das Programm "Solarstrom erzeugen"; für gewerbliche Anlagenbesitzer empfiehlt sich z.B. das "Umweltprogramm". Sie beantragen diese zinsgünstigen Kredite bei Ihrer Hausbank. Selbstverständlich unterstützen wir oder Ihre Hausbank Sie beim Ausfüllen der Anträge. Die Bewilligung des Kredites beträgt im Schnitt 3 bis 6 Wochen. Auch einzelne Kommunen stellen Mittel zur Verfügung. Ein Anruf im Rathaus klärt, ob Stromerzeuger in spe mit Unterstützung rechnen können.

Informationen zu den Konditionen der KfW finden Sie hier: http://www.kfw-mittelstandsbank.de/DE_Home/Kredite/Umweltschutz_im_Unternehmen/KfW-Erneuerbare_Energien/index.jsp

 

 

4. Weitere Schritte: Die Bewilligung des Kredits beträgt im Schnitt 3 bis 6 Wochen. Sie erhalten den Bescheid automatisch per Post. Bei einer Aufständerung der Module muss z.B. ebenfalls eine Genehmigung beim Gemeinderat eingeholt werden

 

 

Genehmigung: Die Genehmigung von Solaranlagen zur Stromerzeugung geschieht durch die Bauordnungsämter. Zuständig für die Gesetzgebung sind die Länder (Landesbauordnungen). In der Regel sind Solaranlagen schlicht genehmigungsfrei, sofern sie an der Fassade, auf Flachdächern oder in der Dachfläche errichtet werden. Einige Länder bestehen auf einer Genehmigungspflicht für Anlagen, die aus dem Baukörper hervorspringen (z. B. Aufständerung der Module). Weitere Einschränkungen können durch örtliche Bebauungspläne oder andere Vorschriften für die bauliche Gestaltung vorgegeben werden (z. B. denkmal- geschützte Bauten). Für eine PV-Freiflächenanlagen wird auf jeden Fall eine Baugenehmigung benötigt. Bitte erkundigen Sie sich bei der Planung einer Photovoltaik-Anlage bei der zuständigen Bauordnungsbehörde nach bestehenden Vorschriften hinsichtlich der Genehmigung der Anlage. 

 

 

5. Auftrag an Sun Nomad: Nach der Bewilligung beauftragen Sie uns mit der Installation der PV-Anlage bzw. der Lieferung der Komponenten, wenn Sie selber montieren möchten. Sie erhalten eine Auftragsbestätigung. Den Liefertermin können Sie selbst bestimmen.

 

 

6. Installation und Inbetriebnahme: Wenn alle Komponenten verfügbar sind, wird Ihre Anlage installiert, je nach Grösse in nur wenigen Tagen. Darüber hinaus bestellen wir den Einspeiseanschluss an das öffentliche Netz und regeln die Abnahme der Anlage durch das für Sie zuständige Energieversorgungs-Unternehmen (EVU). Und schon fließt sauberer Solarstrom.    

 

   

7. Abrufen des KfW-Kredits: Nach erfolgreicher Installation und Inbetriebnahme erhalten Sie die Rechnung über die PV-Anlage. Eine Kopie dieser Rechnung senden Sie an Ihre Hausbank und können dort sofort den Kredit abrufen. Das Geld steht Ihnen erfahrungsgemäß innerhalb weniger Tage zur Verfügung.

 

 

8. Und dann heisst es "welcome to the sun - welcome to the future": Zurücklehnen und zusehen wie die Sonne Sie Geld verdienen lässt. Vergütungssätze und Information zum EEG finden Sie hier: http://sun-nomad.com/einspeiseverguetung.html

 

 

 

 

Allgemeine und ergänzende Informationen

 

 

Modulflächenbedarf: Zur Gewinnung von Strom mittels Solarenergie braucht man eine geeignete Aufstellungsfläche für die Solarmodule. Faustformel für 1 kW installierte Leistung: ca. 8 m² Fläche bei kristallinen, ca. 10 m² bei der Belegung mit Dünnschichtmodulen. Bei Aufständerung der Module nach Süden wird jeweils ca. die doppelte  Dach- oder Freilandfläche benötigt. Ein Schrägdach sollte über eine Montagefläche von mindesten 40 m² verfügen. Bei einem Flachdach sollte die Fläche mindestens 65 m² betragen. Da eine Anpassung an den Eigenbedarf nicht notwendig ist, können Sie die Anlagengröße entsprechend Ihren Platzverhältnissen frei wählen.

 

Wieviel PV-Strom produzieren Solarzellen bzw. Solarmodule? Die produzierte solare Strommenge (kWh) hängt freilich vom regionalen Standort ab, von der Ausrichtung und der Neigung der Module . In der Regel gilt: Pro kW installierter Solarleistung kann mit einer Stromerzeugung zwischen 700 und 1.300 kWh Solarstrom im Jahr gerechnet werden. Bei einer 10 kW-PV-Anlage (ca. 100 m² Flächenbedarf) schwankt die jährliche Solarstromernte somit zwischen 7.000 und 13.000 kWh. (Vergleich: Der Strombedarf für einen 4 Personenhaushalt beträgt ca. 4.000 kWh/Jahr).

 

Wie lange hält eine Solaranlage? Solarzellen haben eine nahezu unbegrenzte Lebensdauer. Sämtliche Teile der Anlage sind für eine sehr lange und fast wartungsfreie Betriebszeit ausgelegt. Viele Modulhersteller geben 25 Jahre Leistungsgarantie. 

 

Muss eine Photovoltaik-Anlage regelmäßig gereinigt werden? Die "Selbst"-Reinigung durch Niederschläge reicht normalerweise aus. Nur in Gebieten mit starker Luftverschmutzung, wie z. B. in der Nähe von Industriegebieten kann eine Reinigung in grösseren Zeitabständen notwendig werden.


Reicht der Strom aus der Photovoltaikanlage auch im Winter? Meist handelt es sich um sogenannte netzgekoppelte Solarstrom-Anlagen. Das bedeutet, dass Sie den Strom, den Sie benötigen, nach wie vor aus dem öffentlichen Netz beziehen, und den kompletten Strom, den Ihre Anlage produziert, in das öffentliche Netz einspeisen. Dieser wird mit dem entsprechenden Satz pro kWh von Ihrem Energieversorger vergütet, während Ihr Eigenverbrauch davon bereits abgezogen wurde.

 

Investitionenskosten und Erlöse: Die Investitionskosten für Solaranlagen zur Stromerzeugung betragen derzeit (Stand Juni 2010) ca. 2.300 Euro (netto) je nach Qualtität und Größe installierter kW Leistung. Der Preis beinhaltet Module, Wechselrichter, die erforderlichen Kabel und das auf die Anlage eigens abgestimmte Befestigungssystem. Für die Errichtung einer 10 kW PV-Anlage müssen daher ca. 23.000 Euro investiert werden. Geht man beispielsweise von einer Stromerzeugung von 850 kWh pro installiertem KW, dann werden bei einer 10 kW-Anlage 8.500 kWh x 39 Cent/kWh = 3.315 Euro jährlich, d.  h. in 20 Jahren sind das 66.300 Euro Einnahmen über die Einspeisevergütung. Für Versicherung, Wartung, Sonstiges, etc. veranschlagt man derzeit jährlich 1 - 2 Prozent der Investitionskosten.

 

Netzanschluss und Technik: Zum Einsatz kommen meist Module mit mono- bzw. multi-kristallinen Zellen mit sehr hohem Wirkungsgrad. Dünnschicht-Module liegen im Preis mittlerweile ähnlich. Sie haben zwar einen geringeren Wirkungsgrad, fangen dafür jedoch diffuses Licht besser ein und sind somit eine hervorragende Alternative, um auch Ost- und Westdächer zu belegen. Die meisten Modulhersteller gewähren eine Leistungs-Garantie von 25 Jahren. Damit der erzeugte Solarstrom in das Stromnetz eingespeist werden kann, benötigt man einen Netzanschluss. Den Anschluss und die Installation des zusätzlich erforderlichen Stromzählers stellen wir bei Auftrag bei Ihrem zuständigen Stromnetzbetreiber und führen die Inbetriebnahme mit dem zuständigen Stromnetzbetreiber durch.

 

Zu beachten: Mit dem Inkrafttreten der VDE-Norm 0100-712 am 01.06.2006 ist eine Trenneinrichtung „sog. Generator-Freischalter“ auf der DC-Seite einer PV-Anlage verbindlich vorgeschrieben. Zum Schutz Ihrer PV-Anlage sollten Sie sich Generator-Freischalter mit Überspannungsschutz installieren lassen.

 

Elektrosmog: wie alle Elektroinstallationen erzeugen auch Photovoltaik-Anlagen elektromagnetische Wellen und Felder. Allerdings nur tagsüber, wenn die Anlage von der Sonne beschienen wird und in Betrieb ist. Bei Dunkelheit und nachts sind keine Ströme und Spannungen mehr messbar. Die Kabel einer Photovoltaik-Anlage, die in das allgemeine Stromnetz einspeisen, erzeugen niederfrequente elektrische Wechselfelder. Außerdem entstehen durch die Wechselrichter der Anlage, dem Bindeglied zwischen hauseigener Solarstromanlage und öffentlichem Stromnetz, sowohl magnetische Felder als auch hochfrequente Strahlung. Beide können das Wohlbefinden sensibler Menschen stören. Bei Messungen wurde festgestellt, dass Wechselrichter mit Trafo deutlich geringere hochfrequente Strahlung erzeugen als trafolose Geräte. Am besten ist es, den Wechselrichter an einem Ort zu installieren, an dem Sie sich tagsüber nicht länger aufhalten, zum Beispiel im Heizungskeller. Ansonsten gilt: In zwei Meter Abstand von Leitungen und Anlage sind die Wellen und Felder. 

 

Sonstiges: Für alle Dachausrichtungen von Südost bis Südwest und Dachneigungen zwischen 10° und 50° mindestens 95 % der maximalen Energieausbeute erreicht.  Die erwartete Lebensdauer von Solarmodulen liegt heute bei weit über 25 Jahren, jedoch sollte man zum Ende dieser Zeit mit einer etwa 10% Minderung der ursprünglichen Leistung pro Modul rechnen. Aus diesem Grund ist eine einwandfreie Montage wichtig, damit keine Schäden bezüglich der Haltekonstruktion oder der elektrischen Verdrahtung auftreten und so ein langfristiger Einsatz der Solarmodule möglich wird. Die Installation sollte von Fachleuten vorgenommen werden.          

 

 

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